Raumteiler aus Holz nach Maß: Lösungen für offene Grundrisse

Ein Regal aus dem Möbelhaus trennt selten das, was tatsächlich getrennt werden soll. Es steht sechs Zentimeter von der Wand entfernt, weil der Grundriss nicht rechtwinklig ist — und plötzlich ist die neue Homeoffice-Ecke doch wieder Teil des Wohnzimmers. Für offene Grundrisse eignen sich drei Grundtypen an Raumteilern aus Holz: das Regal-Element mit Stauraumfunktion, die Lamellenwand als halbtransparenter Sichtschutz und das Schiebeelement für flexible Trennung. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie viel Durchblick Sie brauchen, ob Stauraum gefragt ist und wie oft sich die Nutzung des Raums ändert. Bei Maßfertigung kommt ein vierter Faktor dazu: die tatsächliche Raumgeometrie, denn in vielen Nürnberger Altbauten ist keine Wand wirklich im Lot. Die folgenden Abschnitte zeigen, wann welche Lösung sinnvoll ist — und worauf es bei der Fertigung ankommt.

Welche Raumteiler-Varianten eignen sich für offene Grundrisse?

Für offene Grundrisse haben sich drei Bauarten durchgesetzt: Regal-Raumteiler für Stauraum plus Sichtschutz, Lamellenwände für lichtdurchlässige Zonierung und Schiebeelemente für Räume, die mehrfach am Tag ihre Funktion wechseln. Alle drei lassen sich als Maßanfertigung an bestehende Deckenhöhen, Bodenbeläge und Wandanschlüsse anpassen. Die Wahl richtet sich weniger nach Geschmack als nach der konkreten Nutzung der beiden Zonen, die getrennt werden sollen.

VarianteSichtschutzZusatznutzenAm besten für
Regal-RaumteilerMittel (je nach Bestückung)Stauraum, AblageflächeWohn-/Essbereich, Bücher & Deko
LamellenwandNiedrig bis mittel (Blickwinkel-abhängig)Lichtspiel, AkustikwirkungHomeoffice, Eingangszone
SchiebeelementHoch (je nach Füllung)Flexibilität, volle Raumöffnung möglichGästezimmer, Tages-/Nachtnutzung

Regal-Raumteiler: Wann lohnt sich Stauraum als Trennung?

Ein Regal-Raumteiler lohnt sich, wenn die Trennwand gleichzeitig Stauraum liefern soll — etwa für Bücher, Geschirr oder Deko zwischen Wohn- und Essbereich. Er wirkt leichter als eine Lamellenwand, weil er nicht komplett blickdicht ist. Bei offenen Fächern zur Raummitte hin bleibt der Sichtkontakt zwischen den Zonen erhalten, was den Raum größer wirken lässt als eine massive Trennwand.

Wir sehen häufig, dass Kunden zunächst ein Fertigregal aus dem Möbelhaus kaufen und feststellen: Es passt nicht an die Wandstärke der Heizungsnische, und der Zwischenraum zur Decke wirkt wie ein Zufallsergebnis. Bei einer Maßanfertigung entsteht das Regal exakt für die vorhandene Raumhöhe, inklusive Sockelleisten und Rohrdurchführungen. So verschwindet die Trennung optisch in der Architektur, statt wie ein nachträglich hineingestelltes Möbelstück zu wirken.

Wenn Sie zusätzlich Homeoffice-Stauraum brauchen, lässt sich der Regal-Raumteiler direkt mit Schreibtisch und Ablagen kombinieren.

Lamellenwand: Wie viel Sichtschutz braucht Ihr Homeoffice wirklich?

Eine Lamellenwand eignet sich, wenn Sie Licht und Luft zwischen den Zonen erhalten wollen, aber trotzdem eine klare optische Grenze brauchen. Je nach Lamellenabstand und Blickwinkel wirkt sie mal offener, mal geschlossener — anders als eine massive Wand nimmt sie dem Raum kaum Höhe oder Weite. Für Homeoffice-Ecken im Wohnzimmer ist sie oft die richtige Wahl, weil sie den Arbeitsplatz optisch abtrennt, ohne ihn komplett zu isolieren.

Ob wir schmale oder breite Lamellen einsetzen, hängt vom Zweck ab: Schmale, eng gesetzte Lamellen blenden den Blick auf den Schreibtisch stärker aus, breitere Abstände lassen mehr Tageslicht durch den Raum wandern. Wenn zusätzlich Nebengeräusche aus dem Wohnbereich stören, lässt sich die Lamellenwand mit einer akustisch wirksamen Rückseite kombinieren.

In der Nürnberger Südstadt sehen wir das häufig bei Altbauwohnungen mit hohen Decken: Eine vertikale Lamellenwand unterstreicht dort die Raumhöhe, statt sie zu verdecken.

Schiebeelement: Wann muss die Trennung flexibel bleiben?

Ein Schiebeelement ist die richtige Wahl, wenn sich die Nutzung des Raums mehrfach am Tag ändert — etwa wenn das Homeoffice abends zum Gästezimmer wird oder der Essbereich tagsüber offen bleiben soll. Anders als feste Regale oder Lamellenwände lässt sich die Trennung bei Bedarf komplett zurückschieben, sodass der ursprüngliche offene Grundriss wieder sichtbar wird. Das macht Schiebeelemente zur flexibelsten, aber auch aufwendigsten Lösung in der Führungstechnik.

Nach 24 bis 48 Stunden Aushärtezeit der Oberflächenbehandlung ist ein Schiebeelement einsatzbereit — ein Zeitfaktor, den viele bei der Terminplanung unterschätzen. Wenn Sie ohnehin über eine Trennung mit Schienensystem nachdenken, lohnt sich der Vergleich mit klassischen Schiebetüren als Alternative.

Wenn Sie unsicher sind, welche der drei Varianten für Ihren Grundriss funktioniert — sprechen Sie mit uns. Wir schauen uns das gemeinsam an.

Worauf kommt es bei der Maßfertigung eines Raumteilers an?

Bei der Maßfertigung entscheidet die tatsächliche Raumgeometrie über das Ergebnis — nicht die Katalogmaße eines Fertigmöbels. Gerade in Altbauten der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen sind Wände selten exakt im Lot, Böden nicht immer eben und Deckenhöhen von Zimmer zu Zimmer unterschiedlich. Wird das nicht vorab erfasst, entstehen sichtbare Spalten oder ein Raumteiler, der kippelt.

Bevor auch nur ein Span fällt, scannen wir den Raum millimetergenau — auch wenn die Wände im Altbau um mehrere Zentimeter aus dem Lot sind. Das Möbel sitzt trotzdem passgenau. Was in der Planung auf einen Bruchteil Millimeter festgelegt wird, fräst die CNC-Anlage anschließend exakt so aus, ohne handwerkliche Ungenauigkeit bei der Wiederholung einzelner Elemente.

Für Sie bedeutet das: Der Raumteiler entsteht für genau diese Wand, genau diese Deckenhöhe, genau diesen Übergang zwischen Wohn- und Arbeitsbereich — nicht für einen Durchschnittsraum aus dem Katalog.

Unser Fazit

Für offene Grundrisse ist keine der drei Varianten grundsätzlich die bessere Wahl — entscheidend ist, was auf beiden Seiten der Trennung passieren soll. Braucht eine Seite Stauraum, ist das Regal-Element passend. Geht es um Lichtführung und Sichtschutz fürs Homeoffice, spricht vieles für die Lamellenwand. Wechselt die Nutzung im Tagesverlauf, ist das Schiebeelement die flexiblere Lösung.

Wenn Sie herausfinden möchten, welche Kombination in Ihrem Grundriss funktioniert, lohnt sich ein Blick auf bereits umgesetzte Raumlösungen.

Häufige Fragen zu Raumteilern aus Holz

Was kostet ein Raumteiler aus Holz nach Maß?
Der Preis hängt von Größe, Holzart, Ausführung (offen, Lamellen, Schiebemechanik) und Aufwand der Raumaufnahme ab. Eine pauschale Zahl ohne Vor-Ort-Aufmaß wäre unseriös — wir kalkulieren nach konkretem Bedarf.

Wie lange dauert die Fertigung eines Raumteilers nach Maß?
Nach Raumaufnahme und Planung folgen Fertigung, Oberflächenbehandlung und Montage. Die genaue Dauer hängt von Größe und Auslastung ab und wird im persönlichen Gespräch festgelegt.

Stimmt es, dass Raumteiler aus Holz einen offenen Grundriss automatisch kleiner wirken lassen?
Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. Halbtransparente Lösungen wie Lamellenwände oder offene Regale lassen Licht und Sichtachsen bestehen, während sie trotzdem zwei Zonen definieren.

Eignet sich ein Raumteiler aus Holz auch für Altbauwohnungen mit schiefen Wänden?
Ja, gerade dort ist Maßfertigung sinnvoll. Ein 3D-Laserscan erfasst die tatsächliche Raumgeometrie, sodass das Möbel trotz unebener Wände passgenau sitzt.

Bietet Holzstolz Raumteiler auch außerhalb von Nürnberg an?
Ja, Holzstolz ist in der gesamten Region Franken tätig, inklusive Fürth, Erlangen und dem Nürnberger Umland.

Wenn Sie sehen möchten, wie ähnliche Raumsituationen bereits gelöst wurden, sprechen Sie uns an — wir zeigen Ihnen gern vergleichbare Projekte aus der Region.

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